Top-Menü

Ban Lien – Tee aus Vietnam

Ethnische Minderheiten in Vietnam unterstützen



Diskriminiert und seit langem unterdrückt, hat die ethnische Minderheit im Norden Vietnams nicht vom Wirtschafwachstum profitieren können. Sie repräsentieren nur 14% der Bevölkerung, aber stellen die Hälfte der Ärmsten des Landes dar.

Die Kooperative Ban Lien Tee möchte Vermarktungswege für Grünen Tee etablieren, die ihre Kultur und Tradition respektieren. Mit engagierten Unternehmen im Bereich des Fairen Handels wie etwa ETHIQUABLE konnte ihr Projekt Realität werden.

Wer sind die Minderheiten in Vietnam?

Die Vietnamesische Verfassung erkennt 54 Nationalitäten an. Darunter befinden sich 53 Minderheiten und die sogenannten „Kinh“, welche mit 86% die ethnische Mehrheit darstellen. Von ungefähr 72 Millionen Einwohnern gehören 12 Millionen zu einer Minderheit.

Nach Jahrhunderten der progressiven Umsiedlung haben diese Minderheiten sich in den bergigen Regionen Vietnams konzentriert. Sie sind bis heute benachteiligt. Obwohl sie am modernen Vietnam mitwirken, haben sie es nicht geschafft, ein fester und uneingeschränkt respektierter Bestandteilder vietnamesischen Gesellschaft zu werden.

Vorurteile sind für die ethnischen Minderheiten und Zurückgebliebenen das verbindende Element. Sie werden alle als „Moi“ bezeichnet – was auf Vietnamesisch Indigener oder Wilder bedeutet. Die kommunistische Regierung verfolgt grundsätzlich eine Politik des Miteinanders aller Ethnien. Ihre religiösen, politischen und kulturellen Bräuche werden solange toleriert, wie sie nicht das gemeinsame sozialistische Projekt einschränken. Gleichzeitig besteht allerdings eine starke Unterdrückung, welche regelmäßig von der Menschrechtsorganisation Human Rights Watch angeprangert wird.

Heute werden die ethnischen Minderheiten praktisch als touristische Attraktion betrachtet, weil sie nur noch in einem sehr kleinen Rahmen ihre kulturellen Bräuche ausleben können. Die Regierung erlaubt nur das, was der bestehenden Ordnung nicht schadet: Es bleiben also im Wesentlichen die Tänze, die Architektur und die Kleidung, die sie von der Mehrheit Vietnams unterscheiden.

Die Ausgestoßenen der Entwicklung

Vietnam hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Die positive Entwicklung des Landes zeigt ihre Wirkung vor allem in der Region Hô-Chi-Minh. Doch die in den Bergen lebende Minderheit bekommt davon nicht viel mit. Sie haben oft keinen oder zumindest nur einen eingeschränkten Zugang zu Information, Bildung und Fortschritt. Die Hälfte lebt unter der Armutsgrenze und die Analphabetenrate ist extrem hoch.

Nach jahrelangen Reformen im ökonomischen und institutionellen Bereich hat Vietnam seine Zahlen im Bereich Armut schnell verbessern können. 1990 gehörte Vietnam mit einem Bruttoinlandsprodukt von 98 US-Dollar pro Person noch zu den ärmsten Ländern der Welt. 2010 lag das BIP schon bei 1000 US-Dollar. Vietnam ist heute in der Lage, Kredite von der Weltbank zu erhalten. 13 der etwa 95 Millionen Menschen in Vietnam lebenjedoch immer noch in Armut und viele weitere befinden sich nahe der Armutsgrenze. Das hehre Ziel, die Armut zu reduzieren, ist ins Stocken geraten und die Ungleichheit nimmt wieder zu. Das gilt ganz besonders für die ethnischen Minderheiten, von denen etwa die Hälfte in Armut lebt.

Eine Wirtschaft schaffen, die Minderheiten respektiert

Die Kooperative Ba Lien Tee vereint 600 Kleinbauern, welche zu den vietnamesischen, laotischen und chinesischen Minderheiten der Hmong, Dao und Tay gehören. Ihr erklärtes Ziel ist es, Fortschritt und Tradition miteinander in Einklang zu bringen. Die Fertigstellung einer Straße sorgte im Jahr 2009 für ein großes Entwicklungspotenzial. Denn vorher lebten die Minderheiten aufgrund fehlender Kommunikations- und Transportmittel in nahezu absoluter Autarkie.

Die Kleinproduzenten verbesserten ihre Situation mit Hilfe des Fairen Handels. Im achtsamen Umgang mit ihrer Umwelt schufen sie wirtschaftliche Perspektiven. Denn in Bac Há gibt es Teegärten, in denen Shan-.Tee produziert wird, eine endemische Sorte, die in China seit Jahrhunderten geschätzt wird. Durch den Verkauf dieses erlesenen Tees erwirtschaften sie einträgliche Preise für ihre Ernte und sorgen für eine dynamische Entwicklung der lokalen Wirtschaft.

In aller Kürze

  • Partner seit 2011
  • 600 Kleinbauern der Minderheiten Hmong, Dao und Tay
  • Bei Bac Hà gelegen an der Grenze von Vietnam, Laos und China

Produkte von Ban Lien bei ETHIQUABLE

Weltkarte