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IMILLAY/ARPAC – Mais aus Peru



Schon die Inka produzierten Mais im sogennanten „Heiligen Tal von Urubamba“. Diese spezielle Sorte aus dem Umland der alten Inka-Hauptstadt Cuzco reift auf einer Höhe zwischen 2600 und 2950 Metern in einem neunmonatigen Agrarkreislauf heran.

ETHIQUABLE schlug 2011 der regionalen Kooperative vor, ihre besondere Mais-Varietät unter biologischen Bedingungen zu produzieren und zu Snacks weiterzuverarbeiten, um sowohl lokale als auch internationale Märkte zu erschließen. Zur Zeit handelt es sich noch um ein kleines Projekt, welches das Ziel verfolgt, den kleinbäuerlichen Anbau dieser ursprünglichen Mais-Varietät zu erhalten.

Erhalt des kulturellen Erbes

Der Mais ist nicht nur ein wichtiges Grundnahrungsmittel, sondern hat auch eine wichtige traditionelle und eine religiöse Funktion. Das Tal zählt vor allem wegen Machu Picchu zu den Hauptattraktionen Perus. Dem Mais aus dieser Region besondere Wertschätzung entgegenzubringen wirkt sich auch positiv auf die Wahrnehmung traditioneller landwirtschaftlicher Praktiken im ganzen Land aus.

Unsere Kooperation mit ARPAC

Die Genossenschaft ARPAC vereint 5000 Familien der Region Cuzco. Angebaut wird auf den verschiedensten Höhen: In Amazonien sind es 600 Meter und in der Anden-Region liegen manche Parzellen auf mehr als 4000 Metern Höhe. Viele Bauern verkaufen ihre Produkte auf dem wöchentlichen Huancaro-Markt in Cuzco.
Die Familien betreiben kleinbäuerliche Landwirtschaft in Handarbeit und ohne den Einsatz von Pestiziden oder anderen Chemikalien. Der peruanische Verbraucher erwirbt also Qualitätsprodukte zu einem erschwinglichen Preis. Durch den direkten Verkauf ihrer Produkte erhalten die Kleinbauern einen wesentlich höheren Teil der Wertschöpfung.
Entstanden ist der Wochenmarkt durch die Unterstützung der Nichtregierungsorganisation Agronomes et Vétérinaires Sans Frontières. Sie haben ARPAC dazu motiviert, die Organisation dieses Marktes in die Hand zu nehmen. Das Projekt ist ein echter Erfolg und sorgt dafür, das jeden Samstag mehr als 2000 Kleinbauern aus 13 Provinzen in der Nähe Cuzcos in die Stadt kommen, um ihre Erzeugnisse an rund 25.000 interessierte Besucher zu verkaufen.

Die Direktvermarktung hat die Einkommensverhältnisse und Lebensbedingungen der Familien deutlich verbessert. Außerdem ist der direkte Kontakt zwischen Konsumenten und Produzenten von unschätzbarem Wert.
ETHIQUABLE arbeitet mit der Kooperative Imillay in der Provinz Anta zusammen. Sie ist eine regionale Untergruppe von ARPAC und besteht aus Kleinbauern, die auf einer Höhe von mehr als 3000 Metern eine besonders große Mais-Varietät anbauen. Auch sie verkaufen ihren Mais jeden Samstag auf dem Markt in Cuzco.
Die Kleinbauern verfügen in der Regel etwa über 2 Hektar Anbaufläche pro Familie. Alle drei Jahre wird auf den Feldern etwas anderes produziert, meistens Bohnen oder Knoblauch. Die Familien züchten außerdem Schafe und Rinder, mit denen die Felder geplügt werden. Sie haben komplett auf biologische Landwirtschaft angebaut und bilden damit ein Gegengewicht zu den Großgrundbesitzern, die auf großen Flächen im Heiligen Tal der Inka konventionellen Mais anbauen.
Die Einkäufe von ETHIQUABLE umfassen etwa 30% der jährlichen Produktion der 40 Familien von Imillay. Die benötigte Menge wird zu 100% vorfinanziert.

In aller Kürze

  • Partnerschaft seit 2011
  • 40 Familien aus der Kooperative IMILLAY, Unterorganisation von Association Regionale des Producteurs Agricoles et d’Èlevage de Cuzco (ARPAC)
  • Produktionszone liegt auf einer Höhe von 3400 Metern
  • Ungefähr 2 Hektar pro Familie

Vor Ort

Das Projekt wird vor Ort von unserem Mitarbeiter Nicolas Eberhart (Agrarwissenschaftler) begleitet.

Produkte von ARPAC bei ETHIQUABLE

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